Wie haben Invasionen die Juden im Zweiten Weltkrieg beeinflusst?

Antworten:

Es hat wesentlich zum Holocaust beigetragen.

Erläuterung:

Die deutschen Juden hatten bereits vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges Gewaltdiskriminierung und Ausgrenzung erlebt. Als Hitler in Polen einmarschierte und im Zweiten Weltkrieg begann, wurde das Schicksal der europäischen Juden noch schlimmer.

Die jüdische Bevölkerung in Polen betrug zu Beginn des Krieges etwa 3,3 Millionen. Über 3 Millionen sollten untergehen.
Dieses Muster wurde in ganz Europa sowohl im Osten als auch im Westen wiederholt, oft unter aktiver Mitarbeit der lokalen Bevölkerung und der Behörden. Nur Dänemark unternahm gemeinsam ernsthafte Versuche, seine jüdische Bevölkerung zu schützen.

Im Westen folgte weitverbreiteter Diskriminierung und Marginalisierung die Deportation in die Vernichtungslager im Osten. Dies war in allen von den Deutschen besetzten Ländern der Fall, sogar auf den Kanalinseln.

Im Osten wurden die Juden unter den schrecklichsten Bedingungen in Ghettos eingesammelt. Dies führte zu hunderttausenden Toten. Es gab auch Massenerschießungen wie in den baltischen Staaten und bei Babi Yar außerhalb von Kiew.

Mit der regulären deutschen Armee wurden Trupptrupps namens Einsatxgruppen getötet, die Hunderttausende von Juden hingerichteten. Sie wurden oft von lokalen Milizen und sogar von Zivilisten unterstützt, die von den Deutschen ermutigt wurden. Der Antisemitismus beschränkte sich nicht nur auf Deutschland, sondern war in ganz Europa verbreitet und ging Jahrhunderte zurück.

Schließlich wurden die Deutschen aus logistischen und humanitären Gründen (das heißt für die Mörder und nicht für die Opfer) ein Netzwerk von Vernichtungslagern vor allem in Polen aufgebaut, in denen Millionen ermordet und für den deutschen Kriegseinsatz verarbeitet wurden.

Die Invasionen fingen daher die jüdischen Gemeinden ein und besiegelten ihr Schicksal oft mit der willigen Unterstützung der indigenen Bevölkerung.